Tag Riff

Das Riff erwacht…

5:30 kurz vor Sonnenaufgang erwacht auch das Korallenriff. Heute haben wir die Möglichkeit live dabei zu sein. Es gibt zum Beispiel ein Fisch, der in der Nacht ein Schlafmantel an hat in Form von zwei weissen Punkten . Sobald er richtig erwacht ist, verliert er diese Punkte.

Für die Frühaufsteher gibt es viel Plankton zum Fressen, allerdings gibt es natürlich auch Feinde, die sich darauf spezialisiert haben auf Frühaufsteher, die aus den
Korallen erwachen und langsam aufsteigen.

Manche Fische sind schlaftrunken und schwanken nur aus den Korallen, es dauert etwas bis sie richtig wach sind, und auch die Bewegungen koordiniert aussehen.

Auch an der Waschanlage besteht schon eine Warteschlange. Nur der Putzerfisch schläft näoch. Er hat ja viel Zeit – die Kundschaft wartet geduldig.

Perfektes Synchronschwimmen zeigen uns eine Herde von Barakudas, die bereits um diese Uhrzeit ein perfekte Formation zeigen. Selbst das gleichzeitige Umdrehen klappt ohne Probleme.

7:30 Das Riff ist wach und wir haben nun unser Frühstück verdient.

Nicht nur Delfine am Riff

Es gibt sehr viele Tiere hier am Riff…



Joker hatten wir ja schon… Der Hund des Riffs.



Unser Wecker am Morgen… Ist aber den ganzen Tag aktiv.



David Bowie… Warum er diesen Namen hat, erkennt man nach dem Vergrössern.

Der Gang durch die Wüste

“The Bubble” so bezeichnet Yael das Delfin Riff in ihrer Forschungsarbeit, die wir am Morgen vorgestellt bekamen. Gemeint ist damit diese eigene Welt für sich, die sich um ein solches Institut bildet. Jeder ist ein Bestandteil dieser Bubbel und agiert in ihr.

Auch wenn wir bei der Gruppenarbeit uns zunächst auf eine gemeinsame Sprache einigen mussten, hatten wir die Gelegenheit die Komplexität des Themas von Yael hautnahr zu spüren.

Mit ca. 5 Liter an Flüssigkeit ging es heute gegen Nachmittag in Richtung Wüste. Mit einem Jeep, der von seinem Allradantrieb gebrauch machen musste sind wir eigentlich nur wenige Kilometer in die Berge gefahren. Wüste….

Die Wanderung begann am Anfang der Weltzeit mit hartem Granit gesteing, vorbei am Magma, zum Sediment und Sandstein.

Auf der Sonnenseite bei gefühlten 50 Grad, doch kaum ist man auf der Schattenseite fällt die Temperatur spürbar.

Doch in der Wüste kann man auch spielen. Der Leiter der Forschungsstation der uns begleitet, zeigt uns wie man aus dem Sandstein in verschiedenen Farben eine Henna ähnliche Farbe herstellen kann.

Auf Grund des akuten Mangels an Wasserstellen bleiben die Bemahlungen auch für den restlichen Abend, den wir mit einen Lagerfeuer und wüstentypischen Speissen ausklingen lassen.

In der Wüste ist es 100% Dunkel. Daher sieht man auch deutlich mehr Sterne am Himmel, als dies in Städten möglich ist. Mit einigen landestypischen Tänzen vertreiben wir uns die Zeit, bis das Feuer richig brennt.

Bei einem Tee und etlichen Übersetzungsübungen lassen wir den Tag ausklingen.

Sandras 3. Tag

Heute übernehme ich (Thorsten) das Schreiben, und Sandra liefert den Input, denn von den bisherigen Tagen war der heutige mit Sicherheit der ansträngenste.



Den beiden abgebildeten Damen haben wir die Reizüberflutung zu verdanken, aber jetzt der Reihe nach (Sandra hat in der Zwischenzeit Salat vom Buffet).

Schwimmen mit den Delphinen, war wie eine Reise in eine andere Welt. Allein das absenken des Kopfes ins Wasser reicht, um in diese Welt einzutauchen. Kaum ist man mit Augen und Ohren unter Wasser hört man und sieht man etwas ganz anderes. Die Welt über der Oberfläche verschwindet. Man hört die Unterhaltung der Delfine schon lange bevor man die Tiere sieht. Es sind aber nicht nur die Meeressäuger, die unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wir entdecken, dass es sich wirklich um ein Riff handelt. Koralle in allen Farben, aber auch kleine Fische, die in ihrer Vielzahl nicht zu überbieten sind. Die Zeit dies in Ruhe zu betrachten bleibt nicht. Wir werden gescannt, abgetastet von einem Sonar. Ein Delphin hat die Ortung aufgenommen und versucht herauszufinden, ob dieses Dreierpack im Ganzkörperkondon ein Freund oder Feind ist. Es ist Yamba, sie kommt näher – entscheidet, dass wir Freund sind – und streift Thorsten an der Seite. Das einzige was die Aufmerksamkeit nun noch irritieren kann sind Quallen – biolette, harmlos ca. Faustgross – haben wir anfäglich vor diesen noch Respekt, verfliegt dieser nach dem ersten erfolglosen Ausweichmanöver.

Das nächste Erlebnis sind 2 Delphine, die spielen. Ständig vom Boden auftauchen und zwischem diesem und der Wasseroberfläche mit den Körpern eine Art Kreis bilden. Eine art Gelächter ist zu hören. Wir müssen mitlachen und schlucken etwas Salzwasser.

Wir haben völlig die Zeit vergessen. Überwältigt. Man merkt, dass alle aus dem Kurs eine gewisse Euphory gepackt hat. Eine Kursteilnehmerin beschreibt es in der Nachbesprechend passend mit dem Wort: Wou!

Wir wollen auf jeden Fall nocheinmal ins Wasser.

Kaum waren wir getrocknet, zeigte uns Sophie 5 Beispiele von Therapie mit Delphinen. Erstaunlich, wie ihre Augen leuchteten, wenn sie die Erfolge reflektierte. Dies unterstreicht die Aussage noch viel mehr als die reinen Fakten, die allein schon sehenswert sind. Man merkt, dass es ein schönes Gefühl für sie ist, was die Patienten ihr zurück gegeben haben. Wir sehen einen Menschen, der mit seiner Arbeit im Reinen ist, was uns auch durch das Lächeln der Kinder bestätigt wird.

Mit Paartherapie einmal anders geht es weiter. Tressur von Tieren wird uns nicht nur theoretisch gezeigt, sondern zu zweit sollen wir dem Partner eine Übung beibringen, ohne dabei die Sprache oder menschliche Zeichen zu verwenden. Bereits nach wenigen Minuten ist die Übung gelungen, dabei waren es nur 3 Grundregeln, die wir vorher beigebracht bekommen haben.

Arterhaltung als Thema bildete den Abschluss des Kurstages. Doch wie erreicht man diese? Wir sehen das Beispiel von Payne, der mit seinen Wahltonaufnahmen das Bewusstsein der Öffentlichkeit auf das Thema gezogen hat. Doch wie kann man das Bewusstsein erhalten? Zu Zeiten der Wirtschaftskrise fäng Island und Norwegen wieder mit professionellem Wahlfang an.

Hilft ein Blog wie dieser Bewusstsein zu schaffen?

Sandras Tag 2

Habt Ihr schon einmal einen Hund mit Delfinen schwimmen gesehen? Ihr fragt Euch ob es soetwas wircklich gibt? Die Antwort lautet “JOKER”. Er ist neben den Delfinen der andere King im Riff. Er kommt extra von seinem zu Hause in Eliat per Bus, zu Fuß, per Anhalter ….ins Riff, um mit den Delfinen zu schwimmen. Mittlerweile ist er bei allen Bewohnern bekannt “wie ein bunter Hund.” Den eines sollt Ihr wissen, er ist der einzige Hund der ins Riff darf = sein Revier. :-) Ich habe es auch erst glauben können, als ich ihn heute im Wasser gesehen habe. Ist schon crazy.

Eines hat mich heute sehr berürht, als Sophie erzählte, warum Delfine ein Lächeln im Gesicht haben. Sie sagte, das Gott eine Vielfalt von Fischen in unterschiedlichster  Farbenpracht schuf und zu letz den Delfin. Doch die Farben waren alle aufgebraucht und so beschloß er ihm ein “Lächeln” zu schenken. Das ist auch mit ein Grund dafür, das wenn wir ein Delfin sehen anfangen zu :-) ))))))) Es ist wircklich wahr, nur allein einen Delfin zu sehen, macht einem glücklich und berührt das Herz.

Doch leider gibt es immer noch Menschen, die nicht den Willen des Tieres akzeptieren können und um ihrer selbstwillen die Delfine berühren, füttern, …… und sie somit in Streßsituationen bringen oder sogar krank machen. Dieses war auch mit ein Grund dafür, das 2002 das Projekt vom Dolphin Reef die Tiere eigenständig ins offene Meer schwimmen zu lassen leider gescheitert ist.  Somit mussten die Türen im Netz  zum  Schutz für die Delfine geschloßen werden. Doch das Dolfin Reef gibt nicht auf und versucht über die Aufklärung in z.B. Schulen die Menschen zu erreichen. Und wenn es klappt, wollen sie einen neuen Versuch starten. Wir drücken aufjedenfall fest die Daumen.

Der Kurs ist wircklich sehr vielseitig und so konnten wir heute sogar lernen, wie man sich verhält, wenn man ein gestrandetes Tier  findet. Man könnte sagen, wir sind nun auch “Ersthelfer” für Delfine. :-)

Bei einem gemütlichen Drink an der Strandbar, haben wir dann unseren Kurstag beendet und sind gespannt, was für Eindrücke morgen auf uns warten. Eines ist jedoch schon sicher, morgen wird  mein Traum in Erfüllung gehen, mit Delfinen zu schwimmen. :-) ))))))))))))))))))))

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