Tag Die Zeit

Sandras Halbzeit (5. Tag)

Die Zeit vergeht hier wie im Flug und so haben wir heute schon Halbzeit. :-( Aber die andere Hälfte liegt ja noch vor uns. :-)

Doch Ihr wollt bestimmt wissen, was wir heute alles spannendes erlebt und gelernt haben. Das Thema  MEERESBIOLOGIE wurde ganz groß geschrieben und so haben wir gemeinsam mit unserem Professor Nadav, das Rote Meer und den Golf von Akaba mit all seinen Temperaturen, Tiefen, Lebewesen, … erforscht. Das Wissen, das wir heute vermittelt bekommen haben war wirklich sehr umfangreich, aber auch sehr spannend. Es ist immer wieder faszinierend wie manche Dinge zusammenhängen und wie intelligent und faszinierend unsere Natur ist. So bilden  Physik, Chemie, Geographie & Biologie  ein Zusammenspiel. Wusstet Ihr z.B. das auch im Meer eine Photosyhntese stattfindet? Wie? Mit Hilfe des Plankton, das sowohl Zucker wie auch  Stein (Kalk) produziert und dabei CO2 bindet.

Die Untersuchung, was man als Meerestier benötigt im Unterschied zum Landtier wurde uns unter anderem am Beispiel des Filmes Matrix erklärt. Unter dem Wasser sieht man weniger. Einige Fische haben daher einen besseren Geschmacksinn, und können damitdie Beute verfolgen, indem sie die Fährte er schmecken. Andere, darunter auch die Haie verwenden jedoch etwas, dass auch im Film Matrix verwendet wurde. Sie haben Sinne für elektrische Felder. Die meiste Energie wird im Kopf durch das Denken verbraucht. Die davon ausgehende Strahlung können die Haie auf kurze Distanz spüren und so die Beute finden. Dies haben Untersuchungen mit Beutefischen in einem Stahlkäfig ergeben, die vom Hai nicht gefunden wurden.

Der Nachmittag war dem Thema Auswilderung von insgesamt 4 Delphinen des Riffs gewidmet. Das dies kein einfaches Unterfangen ist, kann man sich vorstellen. Zum einen müssen die Tiere auf den Transport vorbereitet werden. Zum anderen muss sichergestellt werden, dass der Jagdinstinkt nicht verloren gegangen ist. Doch was wir vorher so nicht bedacht hatten: Es bedeutet auch ein Abschied von den Betreuern. Diese haben über die Jahre eine starke emotionale Bindung zu den Tieren aufgebaut, die nun gelöst werden muss. Das Gefühl das Tier weiter unterstützen zu müssen, wird der Tatsache  weichen, dass es für die Tiere wohl das Beste ist.

Nach dem wir uns vor 3 Tagen Fahrräder im Hotel geliehen haben, die keine Lichter besitzen ist es uns heute endlich gelungen diese wieder zurück zu bringen. Hatte doch das Hotel nach 48 Stunden uns bereits vermisst (und uns beim Abendessen wieder gefunden). Jetzt ist alles dort wo es sein soll :)

Der Gang durch die Wüste

“The Bubble” so bezeichnet Yael das Delfin Riff in ihrer Forschungsarbeit, die wir am Morgen vorgestellt bekamen. Gemeint ist damit diese eigene Welt für sich, die sich um ein solches Institut bildet. Jeder ist ein Bestandteil dieser Bubbel und agiert in ihr.

Auch wenn wir bei der Gruppenarbeit uns zunächst auf eine gemeinsame Sprache einigen mussten, hatten wir die Gelegenheit die Komplexität des Themas von Yael hautnahr zu spüren.

Mit ca. 5 Liter an Flüssigkeit ging es heute gegen Nachmittag in Richtung Wüste. Mit einem Jeep, der von seinem Allradantrieb gebrauch machen musste sind wir eigentlich nur wenige Kilometer in die Berge gefahren. Wüste….

Die Wanderung begann am Anfang der Weltzeit mit hartem Granit gesteing, vorbei am Magma, zum Sediment und Sandstein.

Auf der Sonnenseite bei gefühlten 50 Grad, doch kaum ist man auf der Schattenseite fällt die Temperatur spürbar.

Doch in der Wüste kann man auch spielen. Der Leiter der Forschungsstation der uns begleitet, zeigt uns wie man aus dem Sandstein in verschiedenen Farben eine Henna ähnliche Farbe herstellen kann.

Auf Grund des akuten Mangels an Wasserstellen bleiben die Bemahlungen auch für den restlichen Abend, den wir mit einen Lagerfeuer und wüstentypischen Speissen ausklingen lassen.

In der Wüste ist es 100% Dunkel. Daher sieht man auch deutlich mehr Sterne am Himmel, als dies in Städten möglich ist. Mit einigen landestypischen Tänzen vertreiben wir uns die Zeit, bis das Feuer richig brennt.

Bei einem Tee und etlichen Übersetzungsübungen lassen wir den Tag ausklingen.

Sandras 3. Tag

Heute übernehme ich (Thorsten) das Schreiben, und Sandra liefert den Input, denn von den bisherigen Tagen war der heutige mit Sicherheit der ansträngenste.



Den beiden abgebildeten Damen haben wir die Reizüberflutung zu verdanken, aber jetzt der Reihe nach (Sandra hat in der Zwischenzeit Salat vom Buffet).

Schwimmen mit den Delphinen, war wie eine Reise in eine andere Welt. Allein das absenken des Kopfes ins Wasser reicht, um in diese Welt einzutauchen. Kaum ist man mit Augen und Ohren unter Wasser hört man und sieht man etwas ganz anderes. Die Welt über der Oberfläche verschwindet. Man hört die Unterhaltung der Delfine schon lange bevor man die Tiere sieht. Es sind aber nicht nur die Meeressäuger, die unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wir entdecken, dass es sich wirklich um ein Riff handelt. Koralle in allen Farben, aber auch kleine Fische, die in ihrer Vielzahl nicht zu überbieten sind. Die Zeit dies in Ruhe zu betrachten bleibt nicht. Wir werden gescannt, abgetastet von einem Sonar. Ein Delphin hat die Ortung aufgenommen und versucht herauszufinden, ob dieses Dreierpack im Ganzkörperkondon ein Freund oder Feind ist. Es ist Yamba, sie kommt näher – entscheidet, dass wir Freund sind – und streift Thorsten an der Seite. Das einzige was die Aufmerksamkeit nun noch irritieren kann sind Quallen – biolette, harmlos ca. Faustgross – haben wir anfäglich vor diesen noch Respekt, verfliegt dieser nach dem ersten erfolglosen Ausweichmanöver.

Das nächste Erlebnis sind 2 Delphine, die spielen. Ständig vom Boden auftauchen und zwischem diesem und der Wasseroberfläche mit den Körpern eine Art Kreis bilden. Eine art Gelächter ist zu hören. Wir müssen mitlachen und schlucken etwas Salzwasser.

Wir haben völlig die Zeit vergessen. Überwältigt. Man merkt, dass alle aus dem Kurs eine gewisse Euphory gepackt hat. Eine Kursteilnehmerin beschreibt es in der Nachbesprechend passend mit dem Wort: Wou!

Wir wollen auf jeden Fall nocheinmal ins Wasser.

Kaum waren wir getrocknet, zeigte uns Sophie 5 Beispiele von Therapie mit Delphinen. Erstaunlich, wie ihre Augen leuchteten, wenn sie die Erfolge reflektierte. Dies unterstreicht die Aussage noch viel mehr als die reinen Fakten, die allein schon sehenswert sind. Man merkt, dass es ein schönes Gefühl für sie ist, was die Patienten ihr zurück gegeben haben. Wir sehen einen Menschen, der mit seiner Arbeit im Reinen ist, was uns auch durch das Lächeln der Kinder bestätigt wird.

Mit Paartherapie einmal anders geht es weiter. Tressur von Tieren wird uns nicht nur theoretisch gezeigt, sondern zu zweit sollen wir dem Partner eine Übung beibringen, ohne dabei die Sprache oder menschliche Zeichen zu verwenden. Bereits nach wenigen Minuten ist die Übung gelungen, dabei waren es nur 3 Grundregeln, die wir vorher beigebracht bekommen haben.

Arterhaltung als Thema bildete den Abschluss des Kurstages. Doch wie erreicht man diese? Wir sehen das Beispiel von Payne, der mit seinen Wahltonaufnahmen das Bewusstsein der Öffentlichkeit auf das Thema gezogen hat. Doch wie kann man das Bewusstsein erhalten? Zu Zeiten der Wirtschaftskrise fäng Island und Norwegen wieder mit professionellem Wahlfang an.

Hilft ein Blog wie dieser Bewusstsein zu schaffen?

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