Heute übernehme ich (Thorsten) das Schreiben, und Sandra liefert den Input, denn von den bisherigen Tagen war der heutige mit Sicherheit der ansträngenste. 
Den beiden abgebildeten Damen haben wir die Reizüberflutung zu verdanken, aber jetzt der Reihe nach (Sandra hat in der Zwischenzeit Salat vom Buffet).
Schwimmen mit den Delphinen, war wie eine Reise in eine andere Welt. Allein das absenken des Kopfes ins Wasser reicht, um in diese Welt einzutauchen. Kaum ist man mit Augen und Ohren unter Wasser hört man und sieht man etwas ganz anderes. Die Welt über der Oberfläche verschwindet. Man hört die Unterhaltung der Delfine schon lange bevor man die Tiere sieht. Es sind aber nicht nur die Meeressäuger, die unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wir entdecken, dass es sich wirklich um ein Riff handelt. Koralle in allen Farben, aber auch kleine Fische, die in ihrer Vielzahl nicht zu überbieten sind. Die Zeit dies in Ruhe zu betrachten bleibt nicht. Wir werden gescannt, abgetastet von einem Sonar. Ein Delphin hat die Ortung aufgenommen und versucht herauszufinden, ob dieses Dreierpack im Ganzkörperkondon ein Freund oder Feind ist. Es ist Yamba, sie kommt näher – entscheidet, dass wir Freund sind – und streift Thorsten an der Seite. Das einzige was die Aufmerksamkeit nun noch irritieren kann sind Quallen – biolette, harmlos ca. Faustgross – haben wir anfäglich vor diesen noch Respekt, verfliegt dieser nach dem ersten erfolglosen Ausweichmanöver.
Das nächste Erlebnis sind 2 Delphine, die spielen. Ständig vom Boden auftauchen und zwischem diesem und der Wasseroberfläche mit den Körpern eine Art Kreis bilden. Eine art Gelächter ist zu hören. Wir müssen mitlachen und schlucken etwas Salzwasser.
Wir haben völlig die Zeit vergessen. Überwältigt. Man merkt, dass alle aus dem Kurs eine gewisse Euphory gepackt hat. Eine Kursteilnehmerin beschreibt es in der Nachbesprechend passend mit dem Wort: Wou!
Wir wollen auf jeden Fall nocheinmal ins Wasser.
Kaum waren wir getrocknet, zeigte uns Sophie 5 Beispiele von Therapie mit Delphinen. Erstaunlich, wie ihre Augen leuchteten, wenn sie die Erfolge reflektierte. Dies unterstreicht die Aussage noch viel mehr als die reinen Fakten, die allein schon sehenswert sind. Man merkt, dass es ein schönes Gefühl für sie ist, was die Patienten ihr zurück gegeben haben. Wir sehen einen Menschen, der mit seiner Arbeit im Reinen ist, was uns auch durch das Lächeln der Kinder bestätigt wird.
Mit Paartherapie einmal anders geht es weiter. Tressur von Tieren wird uns nicht nur theoretisch gezeigt, sondern zu zweit sollen wir dem Partner eine Übung beibringen, ohne dabei die Sprache oder menschliche Zeichen zu verwenden. Bereits nach wenigen Minuten ist die Übung gelungen, dabei waren es nur 3 Grundregeln, die wir vorher beigebracht bekommen haben.
Arterhaltung als Thema bildete den Abschluss des Kurstages. Doch wie erreicht man diese? Wir sehen das Beispiel von Payne, der mit seinen Wahltonaufnahmen das Bewusstsein der Öffentlichkeit auf das Thema gezogen hat. Doch wie kann man das Bewusstsein erhalten? Zu Zeiten der Wirtschaftskrise fäng Island und Norwegen wieder mit professionellem Wahlfang an.
Hilft ein Blog wie dieser Bewusstsein zu schaffen?
Hallo ihr zwei,
das hört sich ja echt traumhaft an
Ich wünsche euch noch weitere so traumhafte Erlebnisse und bin schon auf euren nächsten Bericht gespannt
Viele liebe Grüße aus dem kalten Weinheim
Alex
Um auf die Frage “Hilft ein Blog wie dieser Bewusstsein zu schaffen?” zu antworten denke ich, dass es ein solcher Beitrag mich selbst zum Nachdenken animiert hat. Sicherlich kann man die volle Wirkung oder vielleicht den Hard Reset des Bewusstseins erst bekommen, wenn man wirklich mal so etwas erlebt hat, wie ihr es gerade erlebt. Aber ich denke ich werde vielleicht morgen in der Schule auf genau das achten. Jedenfalls ist es wirklich lohnenswert mal drüber nachzudenken, nachdem man hier mal etwas über die Delphine gelesen hat.
Allgemein finde ich die Wirkung von Delphinen auf uns Menschen oder wie hier beschrieben auf das Bewusstsein total faszinierend. Es ist immer hin auch “nur” ein Tier.
p.s.: Finde es echt cool, dass ihr euch in eurem Urlaub die Zeit nehmt, dieses Blog mit euren täglich Eindrücken zu füllen. Ist interessant zu lesen. Leider habe ich nicht immer die Zeit, alles zu lesen. Aber ich versuche es
Dann mal noch weiterhin viel Spaß und weitere tolle Erlebnisse mit den Delphinen.