Bevor ein Stück im Theater aufgeführt wird und die ganze Kunst für das Publikum sichtbar wird, sind viele Schritte voran gegangen ein einziges Kunstwerk zu erschaffen. Zunächst gibt es den Autor, der das Stück irgendwann geschrieben hat, daraus wird dann ein Drehbuch welches durch den Regisseur umgesetzt wird. Das Bühnenbild, Kostüme, Schauspieler und Orchester alles sind Künstler, deren Handschrift erkennbar sein sollen.
Desto länger die Proben voranschreiten, desto vielfältiger werden die kleinen Klebestreifen, die auf der Bühne den Standort der Schauspieler später beschreiben sollen. Perfektes Licht, perfekter Ton, Sichtbarkeit vom Publikum und natürlich das Gesamtbild – alles soll irgendwie passen. Die Klebestreifen auf dem Bühnenboden nehmen zu und nur der geübte Zuschauer wird später die Größe erkennen, die sich hinter jedem einzelnen Klebestreifen verbirgt.
Das Schauspiel heute nennt sich “Bad” und die Klebestreifen sind Skizzenhafte Zeichnungen an der Wand, die Lage und Position der Amaturen angeben. Eine Woche ist vergangen, seit Autor und Schauspieler die Streifen gemalt haben. Eine Woche, deren künstlerische Größe 32 Zentimeter Versatz beträgt.

