Ein Estrich ist schon ein gewaltiger Energieverbraucher, besonders wenn man bedenkt, dass heutige Häuser mit deutlich weniger Energie auskommen, als noch vor 20 Jahren. Die Messung der Wärmepumpe in Kombination mit den Discovergy Zählern gibt einen aktuellen Zwischenstand des Wärmebedarfs unserer Trocknung.
Laut Berechnung soll unser Haus mit einem Wärmebedarf von rund 7 kWh auskommen. Aber nur im Betrieb. Bei durchschnittlich 14 Grad Außentemperatur die gesamte Masse des Hauses auf mehr als 30 Grad aufzuheizen benötigt schon etwas mehr Energie.
Unsere Wärmepumpe ist an Erdkollektoren angeschlossen. Zu Beginn der Estrichtrocknung und Inbetriebnahme der Heizfunktion hatte das Erdreich eine Temperatur von 17 Grad. Mittlerweile ist es durch den Energieentzug auf 8 Grad abgekühlt.
Laut Vaillant Wärmepumpe wurden in dieser Zeit 874 kWh Heizleistung aus der Umwelt entnommen. Nicht ausreichend für einen Estrich! Die Wärmepumpe benötigte zusätzlich Strom. 285 kWh zeigen die Stromzähler an. Macht einen Gesamtbedarf von 1160 kWh oder dem Viertel des durchschnittlichen Jahresbedarfs einer 4-köpfigen Familie (Quelle: Verivox).
Unter Vollast merkt man sehr deutlich die Zeiten, in denen wir oder Handwerker im Haus sind. Auch ohne Dauerlüften herrscht ein reger Austausch an Luft, so dass sich das gesamte Hause abkühlt. Mit der Folge, dass es rund 4 Stunden dauert, bis die Wärmepumpe nicht mehr auf Vollast fährt.
Ist das Haus auf Zieltemperatur, so fällt der Verbrauch jedoch auch nicht auf 0 Watt ab, da die Steuerung – evtl einige Pumpen etc.. weiterhin in Betrieb sind. Die Aufnahme der Wärmepumpe in diesen Ruhephasen beträgt bei uns in etwa 100 Watt. Deutlich länger werden diese Phasen in den Nachtstunden und zeigen, dass die Dämmung des Hauses scheinbar funktioniert. Der zum Nachweis notwendige Blower-Door-Test wird dies hoffentlich bestätigen


